SPD fordert: SES statt SOS – Für eine Stadtentlastungsstraße im Brandenburger Süden

Veröffentlicht am 09.10.2018 in Verkehr

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket hat sich die SPD in die Debatte um die Verkehrskonzeption der Stadt Brandenburg an der Havel eingebracht. „Wenn wir Brandenburg an der Havel zu einer weiter wachsenden Stadt für alle machen wollen, dann brauchen wir einige Verbesserungen im Verkehrsbereich.“, so die Fraktionsvorsitzende Britta Kornmesser. „Ich bin dem Oberbürgermeister dankbar, dass er die Diskussion um die zukünftige Gestaltung der Brandenburger Verkehrswege bis in den November ermöglicht hat. Die vielen Hinweise der Brandenburgerinnen und Brandenburgern, die uns in den letzten Wochen erreicht haben, sind wertvolle Anregungen.“

 

So schlägt die SPD den Bau einer Entlastungsstraße zwischen Paterdamm und dem Abzweig zur Neuen Mühle parallel zur Autobahn 2 vor. Mit Anbindungen in Göttin und zur Eigenen Scholle wird so eine Entlastung des Knotenpunktes Otto-Sidow-Platz erreicht und der morgendliche Weg für Pendler verkürzt. Auch bei Sperrungen der BAB 2 zwischen Brandenburg an der Havel und Wollin wäre so - ähnlich wie zwischen Netzen und Brandenburg an der Havel – eine Umleitungsstrecke zur Autobahn gegeben, die nicht zusätzlich den Zentrumsring belastet. Mit dieser Stadtentlastungsstraße (SES) könnten wesentliche Verkehrsentlastungen für das Wohngebiet Eigene Scholle erreicht werden und auch der Schwerlastverkehr in Ost-West-Richtung auf dem Zentrumsring reduziert werden. Die Planung und die Realisierung eines solchen Projektes sind sicher anspruchsvoll und eher auf die nächsten 10 Jahre angelegt, als auf morgen oder übermorgen, aber es wäre ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung eines Verkehrskollaps in unserer Stadt.

 

Auch für Radfahrer hat die SPD Vorschläge aus den Bürgerhinweisen formuliert, die wesentliche Verbesserungen bedeuten. So ist die direkte Verbindung des Havelradweges zwischen Gollwitz und Wust durch einen Brückenschlag über die Alte Emster technisch machbar und touristisch attraktiver als die aktuelle Streckenführung entlang der B1. Und auch im innerstädtischen Bereich gibt es an vielen Stellen Verbesserungsbedarfe für Radfahrer. Kleine Maßnahmen wie die Stufenbeseitigung zum Walther-Rathenau-Platz am Rathenower Torturm ebenso, wie größere Maßnahmen beispielsweise eine zweite Rampe an der Brücke am Hauptbahnhof statt des störungsanfälligen Fahrstuhls oder die Verbreiterung der Aufzüge am Hauptbahnhof selbst, dass auch Fahrräder mit Packtaschen hineinpassen.

 

Auch im Bereich der Straßenbahnen, der Busse und der Zugverbindungen in der Stadt sind verschiedene Anregungen erfolgt, die nun der Verwaltung zur Prüfung und Einarbeitung im Verkehrsentwicklungsplan übergeben wurden. Darunter die erneute Prüfung einer Straßenbahnlinie nach Nord oder einer Straßenbahnverbindung von der Rosa-Luxemburg-Allee zum Regionalbahnhof Görden. Diese Regionalbahnlinie, so wurde angeregt, soll zukünftig nicht am Brandenburger Hauptbahnhof enden, sondern von dort über neue Haltepunkte wie Wust-Einkaufszentrum und Gollwitz bis zum Potsdamer Hauptbahnhof verlängert werden. Ein Projekt, für das man beim Land werben muss und entsprechende bauliche Maßnahmen mit der Bahn abzustimmen sind, dass sich aber positiv auf die Mobilität der Menschen auswirkt.

 

„Gemeinsames Ziel muss es sein, den Verkehr in unserer Stadt flüssiger zu machen. Unabhängig ob für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Bus oder Bahn und Lieferverkehre.“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende.

 
 

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