Sozialdemokraten gegen den Ehrenbürger Hindenburg

Veröffentlicht am 17.04.2013 in Kommunalpolitik

In einer ausführlichen Debatte hat sich der SPD-Unterbezirksvorstand in Brandenburg an der Havel am 16.04.2013  mit der öffentlichen Diskussion zur  Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den ehemaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg auseinander gesetzt.

Der am 02.04.1933 in der Stadtverordnetenversammlung unserer Stadt gefasste Beschluss erfolgte unter undemokratischen Umständen. Während die kommunistischen Volksvertreter an der Sitzung schon nicht mehr teilnehmen konnten wurden die sozialdemokratischen Stadtverordneten schließlich durch die SA aus dem Saal „geführt“.

Ralf Holzschuher: „Zweifellos war dieser Tag ein Tiefpunkt in der Geschichte unserer Stadt. Wir sind es unseren damaligen Stadtverordneten heute schuldig, dass wir deutlich machen, dass die unter diesen Umständen verliehene Ehrenbürgerwürde für uns nicht zu akzeptieren ist. Mit großer Hochachtung nehmen wir das mutige Verhalten der Sozialdemokraten in der damaligen Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis.“

Es spricht nicht für den ehemaligen Reichspräsidenten Hindenburg, dass ihm diese Ehrenbür-gerwürde gemeinsam mit Adolf Hitler verliehen worden ist.

Die Verdienste Paul von Hindenburgs um den Dom und die Stadt Brandenburg halten sich, bei Lichte besehen, in sehr überschaubaren Grenzen. Die Erkenntnisse der modernen Geschichtswissenschaft zur Persönlichkeit, Gesinnung und Politik Hindenburgs haben von den überkommenen Legenden und Mythen dieses „Weltkriegshelden“ nichts übrig gelassen.

 
 

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