Sorge um die Zukunft der BAS

Veröffentlicht am 17.02.2014 in Kommunalpolitik

Die SPD-Fraktion spricht sich klar und eindeutig für die weitere Förderung und Unterstützung der stadteigenen BAS (Arbeitsförderungs- und Strukturgesellschaft GmbH) aus und fordert die Stadt und das Jobcenter auf, gemeinsam Wege für die Weiterführung und Eröffnung neuer Projekte zu finden.

Für unsere Fraktion ist die BAS eine Erfolgsgeschichte in Brandenburg an der Havel. Vor 20 Jahren von der damaligen Stadtführung um Oberbürgermeister Helmut Schliesing und der Sozialbeigeordneten Margrit Spielmann gegründet, hat die Gesellschaft mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unschätzbare Verdienste bei der Bewältigung des strukturellen Wandels in der Stadt in den 1990er Jahren erworben, indem sie mehr als 9000 Menschen, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraten waren, Beschäftigung, Auskommen und Perspektive ermöglichte. Damit leistete die BAS einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung des sozialen Friedens. Mehr als 900 Projekte realisierte die BAS in den vergangenen Jahren. Über 1000 Menschen wurden in Arbeit vermittelt sowie 60 Stadt- und Wanderführer ausgebildet.

Auch aktuell entwickelt und realisiert die BAS Projekte für arbeitslose Bürger. Neben einer sozialpädagogischen Betreuung und Beratung, steht hierbei eine Qualifizierung und Beschäftigung der Betroffenen im Vordergrund, um diesen einen Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Anderen, deren Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt (zumeist aus Altersgründen, wegen fehlender Ausbildung oder gesundheitlichen Einschränkungen) sehr schwierig ist, ermöglichte sie mit ihren Projekten wenigstens für eine gewisse Zeit eine gesellschaftlich anerkannte Arbeit. Damit verschaffte sie diesen Menschen auch persönliche Anerkennung und Selbstwertgefühl. Darüber hinaus ist zu betonen, dass die BAS mit ihrer Arbeit auch das gesellschaftliche Zusammenleben in der Stadt fördert, also einen aktiven Beitrag zur Ausgestaltung der Zivilgesellschaft leistet. Projekte wie „Saubere Stadt“, das Slawendorf, der Märchenwald oder das Bürgerhaus in Hohenstücken entstanden und sind in unserer Stadt inzwischen allseits bekannt. Als Wegbegleiter bietet die BAS seit einiger Zeit einen kostenfreien Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen.

Aus dem  für das Jahr 2014 vorliegendem Wirtschaftsplan der BAS ist nun ersichtlich dass in diesem Jahr  der Personalbestand um fast 50%  abgebaut werden soll und nur noch ca. 150 arbeitslose Menschen eine betreute, geförderte Beschäftigung erhalten sollen! Zum Vergleich: Mitte des letzten Jahres wurden noch fast 350 Menschen in Arbeitsmaßnahmen betreut. Der geplante drastische Abbau bei der geförderten Beschäftigung macht es für die Betroffenen noch schwieriger, in die Gesellschaft  integriert zu werden und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Hier muss die Stadt reagieren, für die Betroffenen selbst, aber auch in Hinblick darauf, dass die Leistungen, die die von der BAS betreuten Menschen erbringen direkt der Stadt und damit uns allen zugute kommen. Ziel muss es sein, dass die BAS auch zukünftig in die Lage versetzt wird im erforderlichen Umfang den betroffenen arbeitslosen Menschen die benötigte Unterstützung und Beratung  zukommen zu lassen. Die SPD-Fraktion wird sich daher aktiv dafür einsetzen, dass die BAS auch weiterhin eine gesicherte Zukunft in unserer Stadt hat.

 

Britta Kornmesser

Fraktionsvorsitzende SPD-Fraktion

 
 

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