Schülerverkehr bedarfsgerecht anpassen und zukunftssicher planen

Veröffentlicht am 25.10.2018 in Verkehr

Die SPD-Fraktion hatte zur gestrigen Stadtverordnetenversammlung einen Antrag zur Evaluierung des Schülerverkehrs in unserer Stadt eingebracht. Ziel des Antrages war, dass durch die Verwaltung eine Überprüfung der jetzigen Situation des Schülerverkehrs und eine vorausschauende Betrachtung und Planung für die nächsten 5 Jahre erfolgt. Der Schülerverkehr hat derzeit bereits einen Anteil von 25 % des ÖPNV in unserer Stadt und die Schülerzahlen steigen in den nächsten Jahren weiter erheblich an.

 

Bereits jetzt gibt es teilweise erhebliche Probleme bei der Schülerbeförderung. Auf der Bürgerversammlung mit Herrn Scheller in Plaue berichteten Eltern von chaotischen Verhältnissen in den Bussen am Morgen im Grundschulverkehr nach Kirchmöser. Hierzu liegt auch ein umfassendes Schreiben der Elternvertreter und Lehrer der Magnus-Hoffmann-Schule aus Kirchmöser vor, wo die unhaltbaren Zustände des derzeitigen Schülerverkehrs dargestellt werden. Ähnlich ist es mit dem Bus aus Brandenburg kommend zur BOS nach Kirchmöser. Der Bus kommt in der Regel schon völlig überfüllt in Plaue an. Es gibt Schüler, die daher bei jedem Wetter mit dem Fahrrad fahren, weil sie sich das dichte Gedränge ersparen wollen.

Auch in anderen Stadtteilen muss das Angebot des ÖPNV an zukünftige Bedarfe angepasst werden. So wohnen z.B. inzwischen viele junge Familien auf der Eigenen Scholle. Die Grundschule am Krugpark kann aus Kapazitätsgründen nicht mehr alle Schüler aufnehmen, so dass diese zusätzlich mit dem ÖPNV in die Innenstadt fahren müssen. Auch die Anzahl der Schüler, die von dort aus zukünftig auf weiterführende Schulen in der Stadt gehen, werden in den nächsten Jahren steigen.

 

Wie sieht es in den anderen Stadtteilen aus? Sind wir als Stadt auf diese Entwicklungen ausreichend vorbereitet?

 Mit unserem Antrag wollten wir sicherstellen, dass bereits jetzt auftretende Probleme bei der Schülerbeförderung kurzfristig einer Lösung zugeführt werden und wir als Stadt auf die kommenden Schülerentwicklungen gut vorbereitet sind.“, sagt Fraktionsvorsitzende Britta Kornmesser. Eine detaillierte Kenntnis der Entwicklungszahlen der voraussichtlich zu befördernden Schüler ist aus Sicht der SPD notwendige Voraussetzung für vorausschauende und bedarfsgerechte Planungen und Entscheidungen (auch Mittelbereitstellungen).

Die beantragte Evaluierung sollte nicht durch ein extern zu bezahlendes Büro, sondern durch die Verwaltung in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben erstellt werden.

 

Leider fand der Antrag der SPD auf Grund von Gegenstimmen der CDU und Freien Wähler knapp keine Mehrheit. Die AfD-Fraktion wollte auf Grundlage eines Änderungsantrages die Verkehrsbetriebe mit der Erarbeitung des Berichtes beauftragen. Dies sollte aber aus unserer Sicht federführend durch die Verwaltung erfolgen.

 

Britta Kornmesser gibt sich kämpferisch: „Wir werden als SPD-Fraktion an dem Thema in jedem Fall dran bleiben!“

 
 

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19.12.2018, 16:00 Uhr Stadtverordnetenversammlung

19.12.2018, 16:00 Uhr Sitzung der AG 60 Plus

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