Gedenken in Zeiten der Pandemie

Veröffentlicht am 09.11.2020 in Allgemein

Bildrechte: SPD Brandenburg/Havel

Mit dem 9. November verbinden wir ganz unterschiedliche Erinnerungen, besonders schöne Momente ebenso wie besonders traurige. Der Fall der Berliner Mauer 1989 markierte den Anfang vom Ende der DDR. Er brachte die Freiheit zu jenen, die 28 Jahre von ihrer Familie oder Freunden getrennt waren, oder die einfach nur die Welt entdecken wollten.

Der 9. November ist aber auch jener Tag, an dem 1938 in Deutschland die Synagogen brannten. Auch in Brandenburg an der Havel wurde das jüdische Gotteshaus unter tatkräftiger Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters in Brand gesteckt. Es war ein weiteres Zeichen dafür, wie sich das Land und auch unsere Stadt verändert hatte und wie feindlich man Jüdinnen und Juden gegenüberstand. Es waren Brandenburgerinnen und Brandenburger, die in der Großen Münzenstraße zum Gebet zusammenkamen. Nachbarn, Klassenkameraden, Freunde, deren Leben plötzlich in Gefahr war. Sie wurden verfolgt, ausgegrenzt und umgebracht. Das alles hat sich mitten in unserer Stadt abgespielt. Das dürfen wir nicht vergessen! An zwei Brandenburger, deren Leben ebenfalls gewaltsam durch die Nazis endete, erinnern in unserer Stadt Stolpersteine. Auf dem Katharinenkirchplatz wird an Gustav Schernikau, Sozialdemokrat, Stadtrat und Stadtverordneter, erinnert. In der Neustädtischen Heidestraße wird an Pfarrer Bruno Schubert erinnert. Im Vorfeld des Gedenktages haben die Jusos die beiden Stolpersteine poliert, um sie noch etwas sichtbarer zu machen und an die beiden Opfer als Beipiel für die vielen anderen zu erinnern.

 

Und dann steht der 9. November natürlich auch für das Ende der Monarchie in unserem Land 1918 und die Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann.

Alle drei deutschen Ereignisse sind es wert, heute daran zu erinnern und daraus jeweils ganz unterschiedliche Lehren zu ziehen. Der sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte 1977 in Auschwitz, "... dass es ohne Erkenntnis der Vergangenheit keinen Weg in die Zukunft [gebe]." Wir als junge Deutsche, die in der Gegenwart Politik mitgestalten, müssen uns nicht für die nationalsozialistischen Verbrechen schuldig fühlen. Ausblenden, verschweigen und leugnen dürfen wir sie aber in keinem Fall, da sie Teil unserer nationalen und politischen Identität sind, ja sein müssen. Nur so können wir unsere demokratische Gesellschaft zum Besten gestalten: in dem wir uns immer erinnern, wohin erst Egoismus und dann Intoleranz, Chauvinismus und Faschismus hinführen können!

„Kleine Gesten, wie das Reinigen von Stolpersteinen, das Besuchen von Grabstätten, oder das Anzünden einer Kerze, können in der Zeit der Pandemie ein würdiges Gedenken und ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Gewalt sein.“ sagt Maximilian Gränitz, Juso- Vorsitzender in Brandenburg an der Havel.

 
 

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01.02.2021, 18:30 Uhr - 19:30 Uhr Online-Sitzung der Jusos
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