Das ist also erfolgreiche Ansiedlungspolitik?

Veröffentlicht am 09.06.2011 in Wirtschaft

Nachdem sich der Spitzenvertreter der Brandenburgischen Wirtschaft, Dr.-Ing Victor Stimming schon sehr kritisch mit der Ansiedlungspolitik der Oberbürgermeisterin auseinandergesetzt hat, macht sie einmal mehr deutlich, dass Wirtschaft und Arbeit nicht gerade ihre Stärke ist. Was ist geschehen?

Es geht voran entlang der Neuendorf Straße. Das ist auch gut so! Doch leider gibt es entlang der Straße eine Entwicklung der zwei Geschwindigkeiten.

Während am einen Ende auf dem Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei die Brachfläche verschwindet, sieht es am anderen Ende, dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik noch immer wüst aus. Projektentwickler Detlef Delfs, kann sich der Unterstützung der Stadtführung sicher sein und sein Projekt geht voran. Die Eröffnung des neuen Supermarktes stellt einen positiven Impuls zur Entwicklung des westlichen Abschnitts der Neuendorfer Straße dar.

Doch während sich CDU-Mann Detlev Delfs von der Stadtführung gestützt sieht, stehen die Entwickler und Investoren für das Gelände der ehemaligen Stärkefabrik weiterhin im Regen. Doch hier wäre eine positive Entwicklung mindestens genauso wichtig, ist dieses Gelände doch der Eingang zum gesamten Quartier.

Obwohl die übergroße Mehrheit in der SVV die städtebauliche Entwicklung dieser Gewerbebrache vorantreibt, kommt das Projekt "SB-Markt und Fachmarktzentrum Neuendorfer Straße" nicht voran. Nachdem am 03.06.2011 die SPD zusammen mit der LINKEN einen neuen Vorstoß unternommen haben und mit einem eigenen Antrag die Auslegung eines Bebauungsplanentwurfs, reagiert nun auch die Stadt.

Mit einer eigenen Vorlage kommt nun die Stadt daher, doch wer jetzt meint, auch die Stadt hätte die dringend notwendig Entwicklung dieses Areals erkannt, der irrt. Denn wo viele Anwohner eine Chance für das Viertel sehen und viele Brandenburger hoffen in der Zukunft neue Einkaufsmöglichkeiten zu entdecken, da sieht die Stadt nur Bedenken, Gefahren und Vorbehalte. Wirtschaftsfreundliche Politik? Fehanzeige.

Beim Lesen dieser Vorlage wird deutlich: Das Projekt auf dem Gelände der Stärkebude wird von der Stadtführung nicht gewollt. Den größten Teil der Begründung der Vorlage aus dem Hause Tiemann/Brandt macht die „Mitteilung von Bedenken gegen eine Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung“ aus.

Und diese Bedenken reichen weit. Zunächst wird da wieder einmal vorgestellt, dass diese Ansiedlung der Verödung der Innenstadt Vorschub leisten würde. Das gegenwärtig fortgeschirebene Einzelhandelskonzept und das beauftragte Büro werden da bemüht, zu veranschaulichen, was und warum alles nicht geht auf dem Gelände, dass seit 20 Jahre darbt. Wenn man dazu dann noch weiß, dass die Mitarbeiterin, die vormals bei der Firma GMA das erste Einzelhandelskonzept entwickelt hat, nun auch in einer neuen Firma an eben jenem Einzelhandelskonzept weiterarbeitet, dann kann man schon nicht mehr an reine Zufälle glauben.

Plötzlich wird auch der innerstädtische Verkehr erheblich beeinträchtigt, wenn zu- und Abfahrten realisiert werden, wie derzeit geplant. Aus Gründen „der Verkehrssicherheit und der Anwendung des technischen Regelwerks nicht genehmigungsfähig." Toll!
Was am anderen Ende der Straße trotz benachbarte Kreuzung, Bushaltestelle, Fußgängerüberweg, Schule und Tempo 30 Zone kein Problem darstellt, was beim Delf’schen REWE-Markt möglich ist. Für die EDEKA ist es das nicht. Für den Markt der Rewe war ja auch eine bloße Baugenehmigung erforderlich, bei EDEKA ist das letzte woran man nicht gedacht hat als man Nachforderungen an den Investor stellte, den päpstlichen Segen einzufordern.

Und auch die Spundwand am Havelufer wird schlagartig so marode, dass die vorgesehene Wegeführung überhaupt sicher realisiert werden könne. Wie der Investor bestätigte, war es amüsanter Weise sogar die Oberbürgermeisterin selbst, die die Wegeführung entlang der Havel angeregt hat. Ein Bärendienst.

Das Taktieren der Stadtführung in dieser Sache ist schon längst nicht mehr nachvollziehbar, sie ist schlicht wirtschafts- und ansiedlungsfeindlich! Kurzum nicht hinnehmbar in einer Stadt mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit.

 
 

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