Viel Arbeit der AG Stadtentwicklung

Arbeitsgemeinschaften

Die zweite Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Stadtentwicklung der SPD war von einer Vielzahl interessanter Themen geprägt.

Die Teilnehmer konnten sich über die Ergebnisse des Wettbewerbes zur Bahnhofsneugestaltung beraten, wenngleich eine abschließende Meinungsbildung noch nicht erfolgen konnte. Gleichwohl konnte bereits festgestellt werden, dass die vorliegenden Ergebnisse weit von dem entfernt liegen, was auch aus Sicht der SPD zu den ursprünglichen Zielstellungen gehörte. Insoweit bestehen Bedenken, ob eine großzügige Gestaltung eines freien Bahnhofsvorplatzes den Erfordernissen an Funktionalität und Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger genügt.

Zum Schwerpunktthema Hohenstücken werden in der Arbeitsgemeinschaft weiter Erkenntnisse gesammelt, inwieweit die Attraktivität des Wohngebietes durch einen „Gestaltungsmix“ erreicht werden kann. So könnten sich Quartiere mit sanierten Plattenbauten anschließen an Bereiche mit etagenweisem Rückbau oder etagenweiser Umgestaltung von Plattenbauten und/oder auch Arealen, die bei attraktiver Umfeldgestaltung für den individuellen Eigenheimbau vorgesehen werden. Hierzu hat die Arbeitsgemeinschaft festgestellt, dass es einer entsprechenden Willensbildung und Kommunikation aller Beteiligten bedarf, um etwa für den Eigenheimbau vermarktungsfähige Gesamtflächen zusammenzuführen. Die Arbeitsgemeinschaft wird weiter Erfahrungen zu anderen Städten und Standorten zusammentragen, in denen diese unterschiedlichen Projekte im Stadtumbau bereits erfolgreich realisiert worden sind.

In ihrer ersten Sitzung hatte die Arbeitsgemeinschaft Überlegungen zur Entwicklung einer „Museumshalbinsel“ am Standort des ehemaligen Elektrizitätswerkes in der Bauhofstraße entwickelt. Diese Überlegungen münden nun in eine Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft an die SPD-Fraktion, eine entsprechende Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung herbeizuführen, wonach ein derartiges Vorhaben auf seine Machbarkeit untersucht werden soll und bis zur Auswertung dieser Ergebnisse eine Veräußerung des Grundstückes gegenwärtig nicht erfolgen soll.

Die Arbeitsgemeinschaft hat sodann die Beschlussvorlage der Verwaltung zur Entwicklung des Geländes Bahnhof Altstadt/Zanderstraße ausdrücklich begrüßt, um hier Möglichkeiten der sinnvollen Nachnutzung dieser im Stadtbild störenden Brachfläche zu eröffnen. Dabei kann grundsätzlich auch der Überlegung der Verwaltung gefolgt werden, in diesem Areal einen Lebensmittelmarkt von max. 800 m² Verkaufsfläche zuzulassen. Um hier allerdings die notwendige Klarheit zum Einzelhandelskonzept der Stadt Brandenburg an der Havel zu schaffen wird empfohlen, für die Realisierung des Vorhabens auf dem Gelände Zanderstraße/Altstadt Bahnhof und sogleich auch für das Vorhaben eines Frische- und Fachmarktzentrums auf dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik die Fortschreibung und Anpassung des Einzelhandelskonzeptes vorzunehmen. Es erscheint der Arbeitsgemeinschaft zur kurzfristigen Umsetzung der Ansiedlungs- und Entwicklungsvorhaben sinnvoll, sogleich auch die entsprechende Anpassung des Einzelhandelskonzeptes vorzunehmen. Die Oberbürgermeisterin hatte mit Blick auf das Vorhaben auf dem Grundstück der ehemaligen Stärkefabrik beanstandet, dass das Vorhaben u.a. dem Einzelhandelskonzept der Stadt widersprechen würde. Soweit man dem folgen kann, erscheint es dann sinnvoll, zur Beschleunigung beider Vorhaben die Anpassung des Einzelhandelskonzeptes „in einem Zuge“ vorzunehmen.

Über die nächsten Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft werden wir öffentlich informieren.

 
 

WebsoziCMS 2,8.9 - 519260 -