SPD Unterbezirk Brandenburg an der Havel

Geschichte der SPD

21. November 1868

  • Die Gründung des ersten sozialdemokratischen Vereins in Brandenburg an der Havel.

Am 21. November 1868 entstand in Brandenburg an der Havel der erste sozialdemokratische Verein in der Mark außerhalb der preußischen Hauptstadt Berlin. Er orientierte sich wie die Berliner Sozialdemokratie an dem am 23. Mai 1863 in Leipzig gegründeten "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" (ADAV). Diese erste Arbeiterpartei umfasste nur etwa 5000 Mitglieder. Sie war geprägt von der führenden Persönlichkeit Ferdinand Lassalles und knüpfte stark an einzelne Stützpunkte er demokratischen Bewegung von 1848 / 49 an. Geschwächt wurde der ADAV durch den frühen Tode Lassalles - der die Arbeiter organisierende Bürger mit aristokratischen Manieren starb am 31. August 1864 an Verwundungen, die er bei einem Pistolenduell um eine Frau in der Schweiz erlitten hatte. In Brandenburg an der Havel hatte es schon im Oktober 1848 einen "Demokratischen Verein" gegeben, der die Verhandlungen der vom 8. November - 5. Dezember 1848 in den Brandenburger Dom gefüchteten und vom König wieder aufgelösten preußischen Nationalversammlung begleitet hatte. Auch bestanden zwei Fortbildungsvereine : ein "Handwerkerverein" von 1848 und seit 1865 ein "Arbeiterverein", die von liberalen Politikern der "Deutschen Fortschrittspartei" gegründet worden waren. 1868 orientierte sich der "Arbeiterverein" immer mehr an den Lassalleschen Vorstellungen. Und als mit der Voraussicht, dass am 1. Januar 1869 das Koalitionsverbot für Arbeitnehmer in Preußen aufgehoben werden sollte, beschloss der "Arbeiterverein" am 21. November 1868 nach einem Vortrag des Zigarrenmachers Jakob seine Auflösung und den Anschluss an den ADAV zum Ende des Jahres. Da der ADAV nach dem preußischen Vereinsgesetz keine "Ortsvereine" gründen durfte, traten die Mitglieder einzeln zum 1. Januar 1869 dem zentralen ADAV bei, hielten aber weiter örtliche Versammlungen ab. Eine erste Versammlung des ADAV in Brandenburg an der Havel fand am 12. Dezember 1868 mit über 1000 Teilnehmern statt, wobei Redner Friedrich Wilhelm Fritzsche, Zigarrenfabrikant in Berlin und Reichstagsabgeordneter des ADAV, war. Am 22. Dezember 1868 tagte dann die erste Mitgliederversammlung des Brandenburger ADAV im "Elysium", das als Parteilokal gewählt wurde.

 

7. - 9. August 1874

  • Die Gründung der "Sozial-Demokratischen Arbeiterpartei".

Der von August Bebel und Wilhelm Liebknecht, die in der sächsischen Arbeiterbildungsbewegung wurzelten, zum 7. - 9. August 1874 einberufenen Kongress zu Eisenach führte zur Bildung einer zweiten deutschen Partei die sich der Sache der Arbeiter verschrieben hatte. Die "Sozial-Demokratische Arbeiterpartei" war entstanden.

27.Mai 1875

  • Die Vereinigung der Sozialdemokraten zur "Sozial-Demokratischen Arbeiterpartei Deutschlands".

Die sich stark bekämpfenden Arbeiterparteien SDAP und ADAV gingen 1874 erste Schritte zu einer Annäherung, die 1875 zu einer Vereinigung unter dem Namen "Sozialdemokratische Arbeiter-Partei Deutschlands" (SDAP) führten - erst beim Erfurter Parteitag 1891 setzte sich der bis heute gebräuchliche Name SPD durch. Der wichtigste Grund für den Zusammenschluss bot die gemeinsame Verfolgung vor allem durch die preußische Polizei, auch war der Streit um den deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 und die Einigung der deutschen Länder nach der Bismarckschen Reichsgründung überholt.

21. Oktober 1878

  • Das Sozialistengesetz die erste öffentliche Bekämpfung der Sozialdemokratie.

Die Jahre der illegalen Zusammenarbeit schon vor, besonders aber Während des "Sozialistengesetzes" von 1878 - 1890 haben die deutsche Sozialdemokratie noch lange geprägt. Anlass für ein Ausnahmegesetz bildete eine antisozialistische Kampagne der Bismarck-Regierung nach zwei gescheiterten Attentaten auf den Kaiser am 11. Mai und am 2. Juni 1878. Die Attentäter wurden als "Werkzeug der Partei der Kaisermörder" hingestellt, auch wenn sie sogar als Gegner von Bebel und Liebknecht aufgetreten waren. Als der Reichstag jedoch am 24. Mai 1878 wie schon bei ersten Versuchen Bismarcks 1873 und 1875 die schnell ausgearbeiteten Ausnahmegesetze gegen sozialdemokratische Organisationen ablehnte, löste Bismarck diesen kurzerhand auf. Bei den Neuwahlen vom 30. Juli 1878 gab es eine sichere konservativ-neoliberale Mehrheit für das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie", das am 21. Oktober 1878 in Kraft trat.

1. Mai 1890

  • Das Ende des Sozialistengesetzes; erstarkt kehrt die Sozialdemokratie zurück und kämpft weiter für Demokratie.

Nicht erst der 30. September 1890, das offizielle Auslaufen des "Sozialistengesetzes", bedeutete das Ende der Verbote und Unterdrückungspolitik. Es waren die öffentlichen Kundgebungen der ebenso unterdrückten sozialistischen "freien" Gewerkschaften am 1. Mai 1890, die für alle die Stärke der Arbeiterbewegung sichtbar machten. Den Anstoß zur Feier des 1. Mai gab der "Internationale Sozilistenkongress" in Paris im Juli 1889. Die Kundgebungen für das Programm der "Internationale", vor allem für den Acht-Stunden-Tag, waren auf den 1. Mai 1890 festglegt worden - im Andenken an den blutige Generalstreik von 40 000 Arbeitern in Chicago ab dem 1. Mai 1886 mit 11 Todesopfern und vielen Verhaftungen. In Brandenburg an der Havel wurde dieser 1. Mai mit einem Zug zum Café Bellevue und einer dort anschließend stattfindende Feier mit Musik und Ansprachen begangen.

1. Januar 1891

  • Die Sozialdemokraten erwerben die "Brandenburger Zeitung" und schaffen sich so ihr eigens Presseorgan.

Die am 1. Januar von Ferdinand Ewald als sozialdemokratisches Organ übernommene "Brandenburger Zeitung" war seit 1886 als unabhängige Zeitung erschienen. Sie hatte im Kaiserreich eine etwa gleich hohe Auflage wie die "Märkische Volksstimme" und konnte am 28. Juli 1912 ein eigenes Verlagsgebäude in der St. Annenstraße 19 / 20 eröffnen und stand eher auf dem reformistischen Flügel der SPD. Da die Partei nicht Eigentümer einer Zeitung werden durfte, wurde wie auch für die später gegründeten Parteiblätter, eine GmbH gegründet. Langjähriger Geschäftsführer war seit 1897 Otto Sidow, 1913 - 1922 auch Bezirksvorsitzender der SPD Brandenburg und 1919 - 1924 Reichstagsabgeordneter. 1922 wurde er - für einen Sozialdemokraten damals ungewöhnlich - Ehrenbürger der Stadt Brandenburg an der Havel und blieb 'seiner' Zeitung bis zu seinem Tode am 6. September 1927 verbunden. Redakteur der "Brandenburger Zeitung" war 1896 - 1897 ein junger Korbmacher mit Namen Gustav Noske - er sollte danach Redakteur in Königsberg und Chemnitz werden und noch später durch seine Gewaltbereitschaft und Bündnisse mit rechtsradikalen Freikorps als Reichswehrminister 1919 - 1920 sehr bekannt und umstritten werden.1925 wurde der Sohn des Reichspräsidenten, Friedrich Ebert jun., Leitender Redakteur der "Brandenburger Zeitung". Die "Brandenburger Zeitung" lieferte in Zeiten, in denen Fernseher und lange auch Radios unbekannt waren, breiten Schichten des Volkes Informationen, die aus der deutsch-nationalen Lokalpresse so nicht zu erfahren waren.

31. Juni 1914

  • Der "Burgfrieden" angesichts des ersten Weltkrieges.

Als sich im Sommer 1914 die Zeichen für die Kriegsgefahr mehrten, vertraten die Sozialdemokraten auf zahlreichen Kundgebungen ihre Haltung gegen die imperialistische Kriegsvorbereitung und für die völkerverbindende Solidarität. So hielt in Brandenburg an der Havel die örtliche Sozialdemokratie eine Versammlung im Garten des Volkshauses ab, auf der sich der Redakteur der "Brandenburger Zeitung" Erich Baron die Macht der Internationale beschwor. Das drohende Verbot der Partei wie der Gewerkschaften spielte in allen damaligen Überlegungen eine Rolle. Zudem glaubte man an die falsche Darstellung , es gehe um einen "Verteidigungskrieg" gegen das zaristische Russland. Die Landesverteidigung hatte die SPD ja nie in Frage gestellt und nur so lässt sich die Entscheidung erklären, die die Reichstagsfraktion am 03. August 1914 gegen die Stimmen von 14 Abgeordneten traf: die Kriegskredite der Regierung sollten angenommen, der "Burgfrieden" geschlossen werden. Diese Entscheidung sorgte unter den Sozialdemokraten für einigen Unmut so sahen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht darin eine Abkehr von Ideen der Sozialdemokratie. Karl Liebknecht stimmte als erster und einziger Abgeordneter am 2. Dezember 1914 gen die zweite Kreditvorlage. Bis Dezember 1915 wuchs die Zahl der Gegner der Kriegskredite immer mehr. Die Minderheit gründete am 24. März 1916 die zwanzigköpfige "Sozialistische Arbeitsgemeinschaft" (SAG) als eigene Reichstagsfraktion. Bald schuf die preußische Polizei den Kriegsgegnern einen Märtyrer: nach einer Rede auf dem Potsdamer Platz am 1. Mai 1916 (es kam nur zu acht Worten : "Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!") wurde Karl Liebknecht verhaftet und vom 18. Dezember 1916 bis 23. Oktober 1918 im Zuchthaus Luckau eingesperrt. Nachdem sich der Kampf in Fraktion und Partei zunehmend verschärfte, obwohl eine Reichskonferenz der SPD im September 1916 noch an der Einheit der Partei festhielt , nahm die Spaltung Anfang 1917 doch ihren Lauf. Für Ostern 1917 rief die SAG nach Gotha zur Gründung einer "Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschland" auf aus der später die "Kommunistische Partei Deutschlands" (KPD) hervorgehen sollte.

9. November 1918

  • Die "Novemberrevolution" der Grundstein zur Weimarer Republik.

Der Umsturz im November 1918 kam nur zustande durch eine große Bewegung der Massen: zunächst verweigerte die Marine in Kiel die sinnlosen Befehle, dann zogen Tausende mit roten Fahnen auch in Kleinstädten durch die Straßen, schließlich gab der Reichskanzler Prinz Max von Baden das Ende des Krieges und den Rücktritt des Kaisers bekannt. "Revolutionsorgane" wurden die "Arbeiter- und Soldatenräte" (AuS), die allerorts in großen öffentlichen Versammlungen gewählt wurden.

13. März 1920

  • Durch die Geschlossenheit der Arbeiter wird der Kapp-Lüttwitz Putsch abgewährt.

Die gerade gegründete Republik war noch keineswegs gefestigt. Große Kräfte in Militär, Verwaltung und Industrie wollten die "Novemberverbrecher", denen sie mit der "Dolchstoßlegende" sogar die Schuld an der Kriegsniederlage gaben, beseitigen und Deutschland wieder zu eine Militärdiktatur machen, die es faktisch während des Weltkriegs gewesen war. Am Morden des 13. März 1920 schlug die "Brigade Ehrhardt", eine 5000 Mann starke Eliteeinheit unter Führung des Korvettenkapitäns Wilhelm Erhardt, dann zu - allerdings ohne Befehl von Reichswehrminister Noske. Mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm marschierte sie frühmorgens nach Berlin. Man wollte nichts weniger als das Regierungsviertel besetzen und eine neue Militärregierung einsetzen. Als Reichskanzler vorgesehen war der ostpreußische Landschaftsdirektor Wolfgang Kapp, der Chef des Reichwehrkommandos Berlin, General von Lüttwitz, sollte Reichswehrminister sein. Schon am Sonnabend und Sonntag, den 14. März 1920, begann in Berlin der Generalstreik der allermeisten Arbeiter, Angestellten und Beamten um den Putschisten das regieren unmöglich zu machen und sie so zu stürzen. In Brandenburg an der Havel kam es schon am 13. März nachmittags zu einer Massenversammlung am Trauerberg, die ein Aktionsausschuss wählte und den Generalstreik ausrief. Am 17. März floh "Reichskanzler" Kapp nach Schweden am nächsten Tag mussten die Putschisten aufgeben. Die Demokratie war aufs erste gerettet worden doch sie würde noch zahlreiche Anfeindungen über sich ergehen lassen müssen.

23. März 1933

  • Das Ermächtigungsgesetz

Am 23. März 1933 hatte die Regie Joseph Goebbels' die entscheidende Sitzung des Reichstags geplant, die das "Ermächtigungsgesetz" für Hitler bringen sollte. Gesetze konnten nunmehr ohne die Zustimmung des Reichstags von der Reichsregierung beschlossen werden, die dabei von der Weimarer Verfassung abweichen durfte. Diese Selbstentmachtung des Reichstags gelang nur auf verfassungswidrigem Wege: durch die Verhaftung von SPD- und KPD-Abgeordneten wurde die Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht, die noch amtierenden Landesregierungen ohne NSDAP-Beteiligung kurzerhand abgesetzt, so dass auch im Reichsrat die Mehrheit für ein "Ermächtigungsgesetz" und die darauf folgende "Gleichschaltung" aller öffentlichen Institutionen sicher war. Für die noch anwesenden 93 Sozialdemokraten - 27 weitere waren wie die 81 Kommunisten, deren Mandate für ungültig erklärt wurden, in Haft oder schon im Exil - hielt Otto Wels als Fraktionsvorsitzender in einer bewegenden Rede, eine Kapsel Zyankali in der Rocktasche für den möglichen Fall der Verhaftung, sein leidenschaftliches Plädoyer für Freiheit und Demokratie gegen die Naziherrschaft : " Wir deutschen Sozialdemokraten bekennen uns in dieser historischen Stunde feierlich zu den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus. Kein Ermächtigungsgesetz kann ihnen die Macht geben, Ideen zu zerstören, die ewig und unzerstörbar sind."

22. Juni 1933

  • Die Faschisten verbieten die SPD und schicken viele Sozialdemokraten in Konzentrationslager.

Die SPD hatte 1933 - im Gegensatz zur KPD - keinerlei Pläne für eine Umstellung zur Illegalität, stets war sie auf öffentliche Versammlung und Wahlkämpfe orientiert gewesen und viel machten sich im Frühjahr 1933 noch Illusionen über ein Fortbestehen der Partei und ein baldiges "Abwirtschaften" der Nazi-Regierung. So war die Partei fast völlig unvorbereitet auf ein Verbot, das am 22. Juni 1933 durch Erlass des NS- Innenministers Frick verkündet wurde. Daraufhin wurden in ganz Deutschland etwa 3000 SPD-Funktionäre in "Schutzhaft" genommen und gefoltert. Die Verhafteten wurden auf offene LKWs durch die Städte gefahren - für die Brandenburger SPD-Funktionäre ging es zumeist Richtung Oranienburg in das dort eingerichtete Konzentrationslager. Das Zuchthaus Brandenburg Zuchthaus von 1940 - 1945 2000 politische Häftlinge wurde hingerichtet zu den Sozialdemokraten zählten z.B. Max Sievers, Vorsitzender des Deutschen Freidenkerverbandes, und Erich Knauf, 1928 - 1933 Leiter der Büchergilde Gutenberg. Befreit wurde Ende April 1945 u.a. Dr. Herrmann Brill, nach 1945 SPD - Vorsitzender in Thüringen und Gegner der Zwangsvereinigung, und Gustav Dahrendorf, früherer Fraktionsvorstand in Hamburg, als Mitglied des Zentalausschusses bis Februar 1946 schärfster Gegner der Zwangsvereinigung mit der KPD. Inhaftiert waren auch zahlreiche Kommunisten wie Anton Saefkow und Werner Seelenbinder sowie zwei, die in der DDR getrennte Wege gingen: der spätere Dissident Robert Havemann (1910 - 1982, Parteiausschluss 1964) und ein damals unbekannter junger Saarländer: Erich Honecker.

14. Juni 1945

  • Wiedergründung der SPD in der sowjetischen Besatzungszone

ALs die sowjetische Rote Armee im April 1945 Berlin und Brandenburg von der Nationalsozialistischen Terrorherrschaft befreite, lag das Land im Chaos: große Zerstörungen und Flüchtlingszüge prägten das Bild. Berlin war für die meisten Orte durch die Verkehrsverhältnisse in große Ferne gerückt. So erklärt sich, dass viele Brandenburger Sozialdemokraten ohne jeden Kontakt nach Berlin wieder zusammenkamen, um das politische und wirtschaftliche Leben wieder in Gang zu bringen. Am 14. Juni 1945 fand die erste Mitgliederversammlung der SPD in Brandenburg an der Havel statt, noch einen Tag vor der Veröffentlichung des von der sowjetischen Militäradministration genehmigten Aufrufs des Berliner "Zentralausschusses der SPD" (ZA) vom 15. Juni 1945 zur Wiedergründung der Partei. Eine erste öffentliche Versammlung fand in Brandenburg an der Havel am 19. Juni statt, im August hatte die Partei mit ihrem Vorsitzenden Paul Voigt schon 1500 Mitgliedern, die KPD nur 500.

7. April 1946

  • Die Zwangsvereinigung mit der KPD

Als am 6. April 1946 ein letzter SPD-Provinzparteitag in Brandenburg stattfand , war bereits alles entschieden. Er bestätigte nur die längst feststehende Vereinigung mit der KPD. Viele Sozialdemokraten waren auch trotz Bedenken gegen die undemokratisch-zentralistische KPD und trotz der ständigen Zwangsmaßnahmen zu Zusammenarbeit bereit. Zudem wurde auf die Parität von ehemaligen KP- und SPD - Mitgliedern im SED-Statut verwiesen und auf die Bekenntnisse im neuen Programm zum Weg zum Sozialismus "auf dem Boden der demokratischen Republik", was von den Worten her exakt den Forderungen der alten SPD entsprach. Beim anschließenden Gründungsparteitag der Brandenburger SED am 7. April 1946 wurden Friedrich Ebert jun. und Willy Sägebrecht zu gemeinsamen Vorsitzenden gewählt. Doch schon bald erwies sich, dass die ehemaligen KPD - Funktionäre unter Demokratie anderes verstanden als Sozialdemokraten. Die Parität in der SED war de facto ebenso wenig gegeben wie eine Meinungsbildung von unten nach oben.

17. Juni 1953

  • Das vorerst letzte Aufflammen der Demokratie in der DDR

Was am 17. Juni 1953 außerhalb der spektakulären Arbeiterrevolte in Berlin und auch in Brandenburg geschah wartet wie andere Kapitel der sozialdemokratischen Geschichte noch auf seine Aufarbeitung. Doch es lässt sich sagen, dass die Aufstände von 1953 ein lebendiges Beispiel für eine Demonstration für Freiheit und Gerechtigkeit, die deutlich auch sozialdemokratische Gedanken und Traditionen enthielt, war.

13. Dezember 1989

  • Hoffnungsvoller Neuanfang, die Gründung der "Sozialdemokratischen Partei" (SDP) in Brandenburg an der Havel

Am 13. Dezember 1989 wurde ein Kreisverband der "Sozialdemokratischen Partei in der DDR" (SDP) in Brandenburg an der Havel gegründet. Die "Sozialdemokratische Partei in der DDR" wurde bereits am 7.10.1989 in Schwante bei Berlin gegründet. Man fand sich zusammen um unter Gleichen Ideen und Visionen zu entwickeln, die das im Auf- und Umbruch befindliche Land neu gestalten würden und die Stadt Brandenburg an der Havel in sozialdemokratischen Tradition gestalten könnten. Am 13.1.1990 nannte sich die SDP in SPD um. Auf dem Vereinigungsparteitag am 26./27.9.1990 vereinigte sich die SPD-Ost mit der SPD-West.

Und in Zukunft können Sie von uns eine Politik im Bewusstsein einer Tradition von über 130 Jahren erwarten, die die zukünftigen Probleme anpackt und sie mit Ihnen zusammen zu lösen vermag.

 

Termine

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23.10.2017, 18:30 Uhr Sitzung der SPD-Fraktion

25.10.2017, 16:00 Uhr - 25.10.2017 Sitzung der AG 60 plus zum Thema Kreisgebietsreform

25.10.2017, 16:00 Uhr Stadtverordnetenversammlung

07.11.2017, 18:00 Uhr Sitzung des Hauptausschusses

08.11.2017, 19:00 Uhr Sitzung des OV Neustadt/ Wilhelmsdorf

 

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